Für die Gäste immer wichtiger wird der Sanitärkomfort. Die Reisenden wünschen sich mehr Raum, mehr "Wohlfühlatmosphäre" und - dem derzeitigen Wellnesstrend entsprechend - mehr als nur ein "normales Bad mit Dusche und WC". Höhere Ansprüche stellen die Gäste auch an die Schlafbedingungen. Dem entsprechend werden in den fortgeschriebenen Kriterien sowohl die Länge als auch die Qualität der Betten bewertet.
Bei allen Verschiebungen bleiben einige "Klassiker" auf den vordersten Plätzen der Gästepräferenzen. So wird der Fernseher in jedem Zimmer auch zukünftig ein Mindestmerkmal für klassifizierte Hotels bleiben, ab dem dritten Stern gehört auch das Telefon zum Zimmerstandard.
"Einerseits wollten wir natürlich die Kriterien im Sinne unserer Gäste weiterentwickeln, andererseits aber die Hoteliers nicht in unbegrenzte Investitionen treiben", fasst Klaus-Peter Willhöft die neuen Kriterien zusammen.
Neu im Kriterienkatalog sind Merkmale der Barrierefreiheit, die in Zusammenarbeit mit den Behindertenverbänden erarbeitet und in einer Zielvereinbarung verbindlich festgelegt wurden. Sie ermöglichen dem Hotelier eine eindeutige Einstufung seines Hauses sowie die Ausrichtung entsprechend der Anforderungen und geben den nach Barrierefreiheit auswählenden Gästen die Sicherheit, die sie für einen angenehmen Urlaub benötigen.
Darüber hinaus unterstützen die neuen Kriterien die Einrichtung von Nichtraucherbereichen. Die qualifizierte Ausweitung dieser Wahlmöglichkeit vor allem in den Restaurants eines Hotels ist auch Inhalt der Zielvereinbarung, die der DEHOGA Bundesverband mit dem Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung im Frühjahr dieses Jahres abgeschlossen hat.
In der überarbeiteten Fassung des Kriterienkatalogs differenzierter abgefragt werden besondere Küchen- oder andere Dienstleistungen. Produktvielfalt, gastronomische Konzepte, Öffnungszeiten oder Serviceangebote finden so eine stärkere Berücksichtigung in der Bewertung.
Aber auch Betriebe, die für ihre Gästen ausschließlich ein Frühstücksangebot bereithalten, haben ab dem 1. Juli 2005 die Möglichkeit, sich durch eine Fülle anderer Kriterien eine angemessene Klassifizierung zu sichern. Den Hotels garnis wird erstmals die Chance gegeben, den Zusatz "Superior" zu erhalten - sofern sie in ihrer Sternekategorie über genau so viele Punkte wie ein Vollhotel in der nächst höheren Kategorie verfügen.
Erreicht ein Hotel garni mit drei Sternen zum Beispiel so viele Punkte wie ein Hotel inklusive Restaurant mit vier Sternen kann erstgenanntes den Zusatz "Superior" führen. Mit dieser Ausdifferenzierung wird allen Anbietern die Chance gegeben, sich entsprechend ihrer persönlichen Unternehmenszielsetzung darzustellen und mit ihrer Kreativität und Servicebereitschaft die Gäste zu überzeugen.
Detaillierte Informationen sind ab sofort abzurufen unter www.hotelsterne.de, Rubrik „Sterne auffrischen“.
Weitere Details finden Sie für die Deutsche Hotelklassifizierung unter www.hotelsterne.de
für die Deutsche Klassifizierung für Gasthäuser, Gasthöfe und Pensionen unter www.klassifizierung.de